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In der südwestlichen Ecke der mächtigen Stadtmauern von Zons erhebt sich der aus Basaltquadern und Feldbrandsteinen errichtete Mühlenturm. Die Windmühle selbst wurde erstmals 1458 urkundlich erwähnt, erbaut wurde der Rundturm der Mühle aber schon bei der Anlage der Stadt durch Erzbischof Friedrich von Saarwerden zwischen 1373 und 1408 als Wach- und Wehrturm, vermutlich auch von Beginn an schon als Mühle.
Die Mühle hatte ursprünglich, wie früher üblich, ein starres Flügelkreuz. Der Umbau zur drehbaren Holländerwindmühle erfolgte wahrscheinlich 1694, denn aus diesem Jahr stammt das mächtige Kammrad in dem noch vollständig erhaltenen Mahlwerk, das oben im Mühlenturm zu sehen ist.
Nach vielen Jahrhunderten wurde der Mühlenbetrieb 1907 eingestellt. Zwei Jahre später riß ein Orkan die Flügel herunter, so daß die Mühle viele Jahre als flügelloser Torso verfiel, bis sie in den Jahren 1965/1966 restauriert, zugänglich gemacht und mit neuen Flügeln versehen wurde, die mit einem Elektromotor betrieben werden. Gegen einen kleinen Obulus von 50 Cent kann man per Münzeinwurf von außen die Flügel wieder drehen lassen.
Nach der Sanierung des
stark geschädigten Außenmauerwerks im letzten Jahr steht in diesem
Frühjahr noch die Innensanierung der Mühle mit dem inneren Mauerwerk
und Teilen der Mühlentechnik an. Während der Bauarbeiten muß die Mühle
aus Sicherheitsgründen leider für die nächsten Monate bis ca.
MAi/Juni geschlossen bleiben. Danach kann die Mühle wieder mit ihrem komplett erhaltenen Mahlwerk auf allen sechs Etagen gegen ein geringes Eintrittsgeld täglich besichtigt werden. Vom Eingang zur Mühle am Ende der Mühlenstraße erreicht man über den begehbaren Teil des alten Wehrgangs der Stadtmauer den Mühlenturm, dessen Besichtigung sich allein schon wegen des herrlichen Rundblicks über die Zonser Altstadt und den Rheinbogen lohnt. Im Innern der Mühle erläutern Schautafeln auf jeder Etage und ein Modell der Mühle die Betriebsweise und die alten Techniken der Mühle.
Die Mühle wird nach den Sanierungsarbeiten in der Saison wieder täglich geöffnet, auch in den übrigen Monaten ist eine Besichtigung nach Absprache täglich möglich. Auskünfte erteilen die Mühlenbetreuerin, Frau Gabriele Scholz, Mühlenstr. 16, Tel. 02133/216980 und der Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons, Tel. 02133/3772.
Die Innensanierung wird vom Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons koordiniert . Für diese Massnahme sind neben einem Eigenanteil des Fördervereins Zuschüsse aus einem Denkmal-Sonderprogramm des Bundes, Stiftungsgelder der NRW-Stiftung und Zuschüsse der Stadt Dormagen zugesagt. Nach Abschluss der Arbeiten planen Förderverein und HVV Zons die Einrichtung eines kleinen Mühlenmuseums im ehemaligen Sacklager der Mühle.
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